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Wandel im Tatvorgehen der Wohnungseinbrecher
Tatsächlich stellt die Polizei beim Tatvorgehen der Wohnungseinbrecher eine auffallende Veränderung fest. Dabei liegt der springende Punkt nicht etwa im Bereiche von neuen Einbruchtechniken, sondern im zunehmenden Trend des Aufhebelns. Innerhalb weniger Jahre hat der Fenster- bzw. Türaufbruch um sage und schreibe über 24% zugenommen.
Problempunkt Fenster und Fenstertüren
Bevorzugte Einstiegsörtlichkeiten beim Wohnungseinbruch sind die Sitzplatz-Türen und Parterrefenster. Kaum zu glauben, aber weit mehr als die Hälfte dieser Fenster- und Türaufbrüche passieren mit einem gewöhnlichen Schraubenzieher von höchstens 15 mm Klingenbreite.

Kurz gesagt, mit einem einfachen Hebelwerkzeug, das leicht und unauffällig in jeder Jackentasche Platz findet. Überhaupt ist das Vorgehen der Wohnungseinbrecher nicht durch besonders cleveres Handeln gekennzeichnet. Kommen die Diebe in ihrer gewohnten Art nicht innert kurzer Zeit zum Erfolg, geben sie schnell auf, suchen nach einer anderen geeigneten Einstiegsstelle oder verlassen den Tatort.
Warum werden Fenster und Sitzplatztüren immer häufiger aufgebrochen?

Die Gründe für den stark angestiegenen Fensteraufbruch sind einleuchtend und wie folgt erklärbar:

Bei der überwiegenden Mehrheit der aufgebrochenen Fenster und Fenstertüren handelt es sich um solche mit modernen Schliessgetrieben (Drehkippverschluss). Das Problem des schnellen Aufbruchs liegt im Bereiche der Verschlusselemente in Form von Rollzapfen. Hauptangriffsziele der Einbrecher sind folglich Neubauten und Altliegenschaften mit neuen Fenstern.

Fenster der früheren Generation hatten im allgemeinen wirksame Stangen- oder Hakenverschlüsse. Im Laufe der Sanierung von Altliegenschaften verschwinden diese Fenster jedoch nach und nach bzw. werden durch Neufenster mit dem problematischen Rollzapfenverschluss ersetzt.

(Quelle Kantonspolizei Kt. Aargau)